Wenn Support nur eine hohle Phrase ist…

•9. Februar 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Da ich nun ja schon seit einigen Monaten stolzer Besitzer eines iPad 2 bin war ich mindestens genauso lange auf der Suche nach einem passenden Twitter-Client für das Apfeltablett. Anforderungen waren: Tweet Marker Support, mehrere Accounts, übersichtliches Handling. Eigentlich ja nicht zuviel verlangt, oder? Geladet bin ich über lange Zeit bei Twitterrific, nicht weil die App so toll war, sondern vielmehr der einzige iPad Client war, der Tweet Marker unterstützte. Und wenn man parallel mit Tweetbot auf dem iPhone herumhantiert, dann ist so eine Sync-Funktion unerlässlich.

Als ich mal wieder auf der Website von Tweet Marker Ausschau nach Apps hielt, welche diesen Dienst unterstützen, fiel irgendwann mein Augenmerk auf Tweetings HD. Also in den App Store, kucken, okay, sieht optisch gefällig aus, sonstige Anforderungen waren auch erfüllt, also wurde mein Konto um EUR 2,39 erleichtert. Der erste Test mit meinem privaten Account verlief positiv, selbst Push Notifications wurden unterstützt (prima, muss ich mich nicht mehr mit dem doch häufig unzuverlässigen Boxcar rumärgern).

Da ich jedoch privat meinen Twitterkonsum extrem zurückgeschraubt habe war diese App vor allem für den Twitteraccount des Musikhauses Thomann gedacht, den ich ja betreue. Also habe ich diesen ebenfalls eingerichtet. Oha, und dann kam die erste negative Überraschung: die Push Notifications können nicht separat für jeden Account aktiviert werden. Und schon saß ich in der Falle, denn nachdem ich Push für den privaten Account bereits aktiviert hatte, wurde ich fortan auch mit einer Flutwelle an Thomann-Benachrichtigungen überschwemmt. Jegliche Versuche, mittels Entfernen eines Accounts, Neuinstallation oder dergleichen die Push Notifications für @thomann auszuschalten, schlugen fehl.

Nunja, wozu gibt es denn auf der Tweetings Website ein Kontaktformular. Ich habe also mein Problem geschildert und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Richtig, sollten, denn es verging Tag um Tag, ohne eine Rückmeldung der Entwickler. Nach einer Woche erfolgte dann ein Update der App mit einigen kosmetischen Änderungen und – yippie – ab diesem Update funktionierte der Sync mittels Tweet Marker nur noch gelegentlich. Also startete ich Versuch Nummer 2, brachte erneut im Kontaktformular mein Begehr vor. Und wieder warten. Und wieder vergeblich, bis zum heutigen Tage…

Zwischenzeitlich war ich wieder bei Twitterrific gelandet, Tweetings HD ist auf einer hinteren Seite des iPads gelandet. Doch gestern Abend dann der Silberstreif am Horizont! Nein, denkt doch nicht, die Entwickler hätten ihr faules Hinterteil hochbekommen und einem zahlenden Kunden eine Rückmeldung gegeben, geschweige denn das bestehende Problem gelöst! Iwo! Das hat man doch nicht nötig! Vielmehr veröffentlichte Tapbots den von mir heiss geliebten Client Tweetbot nunmehr auch in einer lang erwarteten Version für das iPad!

Ich kann nur jedem raten, die Finger von Tweetings zu lassen, die Entwickler sind nur scharf auf Eure Kohle und scheren sich einen Dreck darum, wenn mal Probleme auftauchen. So etwas ist ein herrliches Beispiel, wie man mit Kunden eben NICHT umgehen sollte! Und das Gegenbeispiel? Auch hier Tapbots, ich nutze Tweetbot auf dem iPhone seit dem Erscheinen, habe eine Handvoll Anfragen und Verbesserungsvorschläge, auch einen Fehlerbericht geschickt, alles wurde innerhalb von wenigen Stunden beantwortet und mit dem nächsten Update, soweit möglich, behoben! Dementsprechend ist jeder Cent, den die beiden Jungs mit ihren Apps verdienen, mehr als nur gerechtfertigt!

Habt ihr auch schlechte Erfahrungen mit App Store Entwicklern gemacht? Dann nix wie her damit, ich freue mich auf Eure Kommentare!

Instagram – Fegefeuer der Eitelkeiten

•25. Juni 2011 • 13 Kommentare

Eigentlich wollte ich einen ganz besonders ausführlichen Artikel über vielleich DAS angesagteste Fotoportal im Internet für iPhone-User schreiben, nämlich die Plattform Instagram. Und meine Gründe, wieso ich dort gestern meinen Account “auf Halde” gelegt habe. Doch irgendwie fehlen mir gerade noch immer ein wenig die Worte, aber ich werde mal versuchen, dass ich was anständiges zusammen bekomme…

Eigentlich ist das Prinzip bei Instagram folgendes: man hat eine App, mit welcher man auf dem iPhone kleine Schnappschüsse macht, diese mit einem von mehreren vorgefertigten Filtern versieht und dann ins Netz stellt. Und wie bei Twitter kann man einzelnen Usern folgen und sehen, welche Fotos diese gepostet haben. Also eine Art Bilder-Twitter.

Soweit so gut. Oder besser gesagt schlecht. Denn so wie es bei Twitter diese Favstar-geilen User gibt, die ihr Ego an möglichst vielen Sternchen aufrichten, so gibt es bei Instagram diese Nutzer, denen es nur darum geht, möglichst viele Bilder auf die “Beliebt”-Seite des Dienstes zu hieven. Aus diesem Grunde folgt man jedem anderen Nutzer, der einem über den Weg läuft. Und “liked” jedes Foto, das einem in seinem Feed angezeigt wird. Natürlich nicht, weil es sich um ein schönes Bild handelt, nein, natürlich nur in der Hoffnung, selbst auch ein “gefällt mir” für sein eigenes Bild zu bekommen!

Ganz besonders dreiste Individuen posten dann sogar noch Screenshots von anderen Usern, die gleich komplett ihren Bilderfeed mit einem “gefällt mir” bedacht haben, so wie in diesem Beispiel hier:

Und was dann das eigentlich perverse hieran ist, es gibt tatsächlich noch Nutzer, die einen solchen Screenshot auch noch mit einem “like” bedenken! Da frage ich mich dann doch, geht es auf dieser Plattform wirklich um das Eigentliche, nämlich die Fotos?

Aber nicht nur das, manche verwechseln Instagram auch noch als Flirtplattform! So habe ich es selbst schon mitbekommen, dass User auf peinlichste Weise versucht haben, in den Kommentaren von Instagram rumzubaggern! Ein Beispiel habe ich hier mal in bildlicher Form:

Ich könnte jetzt auch noch auf Themaverfehlungen eingehen, nämlich dass ein sehr großer Anteil der publizierten Fotos bei Instagram gar keine iPhone Schnappschüsse sind, sondern Bilder, die mir einer DSLR geschossen wurden. Aber ich finde es einfach nur müßig. Lassen wir doch den Profilneurotikern ihr Spielzimmer! Aber zukünftig ohne mich…

Frühjahrsputz in der Timeline

•12. Mai 2011 • 4 Kommentare

Das wird Euch sicherlich schon ähnlich ergaangen sein: mit der Zeit habe ich immer mehr die Lust an Twitter verloren. Und ich hab mir dann einfach mal überlegt, woran das denn eigentlich liegt bzw. für welche Zwecke ich Twitter denn eigentlich nutze. Und da kristallisierte sich heraus, dass ich nahezu kaum noch in meiner Timeline gelesen habe. Klar, kein Wunder, wenn man wie ich fast 900 Leuten gefolgt ist! Kaum hat man mal 5 Minuten die Augen nicht auf den Client gerichtet, schon waren wieder weit über 100 neue Tweets da!

Also musste etwas passieren. Ich habe dann Anfang April begonnen, Schritt für Schritt Leute zu entfolgen. Ich bin da einfach auf die Website von Twitter gegangen und habe mir der Reihe nach alle User auflisten lassen, denen ich folge. Und ihr glaubt gar nicht, wieviele Accounts da aufgetaucht sind, die mir nicht einmal vom Namen her etwas gesagt haben! Die waren dann gleich als erstes dran…

Im zweiten Schritt habe ich mir eine unsichtbare Liste erstellt, auf die User “auf Bewährung” kamen. User, die auf @-Replies nicht antworten oder die einfach über Themen twittern, die mich einfach so rein gar nicht interessieren. Oder User, die zum FollowFriday grundsätzlich in 50 Tweets ihre ganze Timeline empfohlen haben. Dazu noch Linkschleudern (nein, ich informiere mich in meinem Feedreader, ich brauche keine Twitterer, die mir jeden Tag 100 Links unterjubeln wollen!) und Leute, die jeden neuen Follower einzeln begrüßen (und das nicht per @-Reply, dann wäre das nicht in meiner Timeline aufgetaucht, sondern so im Stile “Now following @XYZ” und dann zig Tweets über den Tag verteilt). Und diese Liste habe ich dann auch Stück für Stück bereinigt.

Und nun bin ich bei gerade mal noch 250 Accounts, denen ich folge. Sicher, der ein oder andere wird sich garantiert gedacht haben oder denken, dieser @shultzie ist vielleicht ein Depp oder sitzt auf einem hohen Ross. Nein, das ganz sicher nicht, aber ich persönlich finde es unhöflich, wenn man gar nichts mehr von anderes liest. Und bei diesen 250 Followees kann ich sagen, dass ich deren Tweets auch lese und nicht nur überscrolle… :-)

Auf weiterhin fröhliches Zwitschern! :-)

Nachtrag
Wer jetzt von mir entfolgt wurde, bitte, nehmt das doch nicht alles persönlich! Oder umgebt ihr euch im Real Life auch mit Leuten, mit denen ihr Euch nicht zu sagen habt???

Einmal ein kleiner Held… :-)

•9. Mai 2011 • 2 Kommentare

Es sind die ganz kleinen Dinge im Leben, die einem so ab und an ein unfassbar gutes Gefühl geben! Und genau so etwas habe ich heute erleben dürfen… :-)

Begonnen hatte der Tag eigentlich mit einer kleinen Hiobsbotschaft. Im Skype trudelte gleich nach dem Aufstehen eine Nachricht vom Sohnemann ein, dass sein iPod Touch das zeitliche gesegnet hat, es sei weder ein Sync noch eine Wiederherstellung mit iTunes möglich. Zuerst habe ich ihn dann per SMS beruhigt, dass wir das kommenden Freitag, wenn er wieder bei mir ist, schon wieder irgendwie hinbekommen.

Heute Nachmittag dann ein kleiner Chat im ICQ, kurze Suchanfrage bei Google, etwas Stöbern im Web, und es gab einen vagen Lösungsansatz – nämlich dass der angezeigte Fehler durch ZoneAlarm erzeugt wird. Also, deinstalliert, neu gestartet, und – der Touch tut wieder! :-)

Und dann die folgenden 2 Zeilen über ICQ:

du bist mein meister, ganz ehrlich!
danke, danke, danke, danke, danke, es geeeeeeeeeeht :-)

Hach, sowas tut gut! :-) Sehr gern geschehen, mein Herr Sohn! Und rechtfertigt mal wieder, dass man an diesem Tag aufgestanden ist… ;-)

Vďaka moc Marek!

•9. Mai 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Oder für die, die wie ich des Slowakischen nicht mächtig sind: Vielen Dank, Marek!

Vergangenen Samstag geriet das tagesaktuelle Bundesligageschäft komplett zur Nebensache, jedenfalls in Nürnberg. Denn dort wurde nach 8 Jahren nicht nur einfach ein Spieler verabschiedet. Nein, Marek Mintal als lediglich “einen Spieler” zu titulieren würde ihm in keinster Weise auch nur annähernd gerecht werden!

Marek Mintal kam im Sommer 2003 nach Nürnberg und sollte in die Fußspuren eines David Jarolim treten, der zum Hamburger SV wechselte. Aber niemand konnte auch nur im entferntesten ahnen, welches Juwel der Röthenbacher Autohändler Peter Hammer an den Valznerweiher vermittelt hatte. Gut, er war 2x hintereinander Torschützenkönig in der ersten slowakischen Liga gewesen, aber was sagt das schon? Aber Marek Mintal zeigte sehr bald mit seinen Toren, dass er mehr war als nur ein Jarolim-Ersatz. Gleich in seiner ersten Saison wurde er Torschützenkönig der 2. Liga und damit maßgeblich daran beteiligt, dass der 1. FC Nürnberg wieder zurück in die 1. Bundesliga kehrte! Und was machte Marek? Spielte dort noch erfolgreicher! Mit 24 Treffern war er einer der wichtigsten Pfeiler für den Klassenerhalt – und schaffte das, was vor ihm noch keinem Clubberer glückte: er wurde Torschützenkönig der Bundesliga!

Danach folgten harte Jahre mit Mittelfußbrüchen, Abstieg und und und, aber eben auch der Gewinn des DFB-Pokals 2007, an dem er mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 Ausgleichstreffer maßgeblichen Anteil hatte, auch wenn er kurz darauf nach einem bösen Foul von Meira ausgewechselt werden musste. Aber rechtzeitig zur Pokalübergabe war er, wenn auch auf Krücken, wieder im Olympiastadion!

Mit Marek Mintal verlässt ein echter Typ den 1. FC Nürnberg. Einer, der sich immer zu 1000% mit dem Verein identifiziert hat! Der nie um einen höher dotierten Vertrag gepokert hat, der auch lukrative Auslandsangebote ausgeschlagen hat, weil der Club sein Verein war (und auch immer bleiben wird). Einer, die nie aufgemuckt hat, auch nicht in der abgelaufenen Saison, als er wenn überhaupt nur noch in den Schlussminuten eingewechselt wurde. Das Phantom, der “Unantastbare”, wie die Nordkurve ihn erfurchtsvoll titulierte, er nahm sich immer Zeit für Autogramme vor und nach dem Training oder auch für ein Foto, so wie hier im Sommer 2007, als ich ihn zusammen mit meinem Sohn Philip ablichten durfte.

Leider haben die Verantwortlichen beim Club (die meiner Meinung nach ansonsten wirklich exzellente Arbeit verrichten!) kein Einsehen, Marek passte halt nicht mehr ins spielerische Konzept. Aber es ist doch nicht nur die Leistung auf dem Platz, die ihn so enorm wertvoll gemacht haben. Nein, von seinem Erfahrungsschatz, seinem professionellen Auftreten auf und neben dem Platz, kann ein junger Spieler, wie sie beim Club ja recht zahlreich vorhanden sind, doch nur profitieren! Aber ich kann Marek verstehen, er ist körperlich topfit und fühlt sich mit seinen 33 Jahren einfach noch zu jung zum Aufhören und will noch 2 oder 3 Jahre spielen. Ich hoffe, dass er aber danach wieder in die Noris zurückkehrt! Denn auch wenn ich mich jetzt vielleicht etwas weit aus dem Fester lehne: Marek Mintal, das Phantom, der Unantastbare, ist das größte Idol des 1. FC Nürnberg seit den Zeiten eines Max Morlock…

Vielen Dank, Marek! Vielen Dank für unendlich viele schöne Stunden, für Deine Tore, Deine Treue!!!

Nur zu Besuch…

•11. April 2011 • 8 Kommentare

Heute ist wieder einmal der 11. April. Und damit jährt sich zum 19. Mal der Todestag meiner Mutter. Das ist mit Sicherheit auch ein Grund, wieso ich heute Nacht so schlecht geschlafen habe und bereits kurz vor halb 6 durch meine Wohnung gegeistert bin…

Aber das ist auch ganz okay, so werde ich heute nicht ganz so lange arbeiten und dann später gen Coburg fahren und auf den Friedhof gehen. Eine stille Zwiesprache mit meiner Mutter, die mir immer noch verdammt fehlt und immer fehlen wird, denn ich könnte noch so viele ihrer Ratschläge sehr gut gebrauchen…

Ob ich den folgenden Song auf der Fahrt zum Friedhof hören werde, das wage ich mal stark zu bezweifeln, denn hier drückt es mir jedes Mal wieder jede verfügbare Flüssigkeit aus den Tränendrüsen. Vielleicht, oder gerade weil mich dieser Song der Toten Hosen so anspricht…

Vater, Mutter, 2 Kinder…

•9. April 2011 • Hinterlasse einen Kommentar
P369

Mahlzeit!

•1. April 2011 • Hinterlasse einen Kommentar
P364

Number 1

•31. März 2011 • 4 Kommentare
P359

Blunt zum zweiten!

•18. März 2011 • 8 Kommentare

Gestern Abend war ich mit Marion in Nürnberg, um James Blunt in der Arena live zu erleben. Bereits Ende 2007 2008 hatte ich das Vergnügen, den Engländer live an gleicher Stelle zu sehen. Und wie damals hatte ich auch gestern das Privileg, vom .rcn Magazin in Nürnberg (Danke, Ewald!) mit einem Fotopass ausgestattet und als offizieller Fotograf akkreditiert zu sein!

Und was soll ich sagen? James Blunt ist “erwachsen” geworden! Nicht mehr nur leichte Liedchen mit Piano oder Akustikgitarre, sondern richtig schöne rockige Songs, die noch immer gut ins Ohr gehen. Und wenn ich hier mal eine Lanze für Herrn Blunt brechen darf: In der öffentlichen Wahrnehmung ist er noch immer der Falsett-Trällerer, den gerade das männliche Geschlecht nicht für voll nimmt. Doch da stand ein wirklich toller Musiker auf der Bühne, der das Publikum vom ersten Song an in seinen Bann gezogen hat, der es verdient, auch als vollwertiger Musiker wahrgenommen zu werden! Und auch der Männeranteil im Publikum ist im Vergleich zu Ende 2007 2008 enorm angestiegen… ;-)

Und damit ihr auch mal einen kleinen optischen Eindruck bekommt, hier ein paar Fotos von gestern Abend, alle direkt “out-of-the-cam” und unbearbeitet. Und vielen Dank an Christopher, der mir – mal wieder – sein Canon EF 70-200mm f/2.8L USM geborgt hat… :-)













 
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